Regine Nahrwold am 17. Februar 2010:
„Beckmann spielt Cello“ und andere Kammermusik
Drei schöne Konzerte standen für mich wie Sterne über der Schnee-, Eis- und Kältewüste der letzten Wochen: Am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz, spielten die Braunschweiger Kammersolisten im Roten Saal des Kulturinstituts der Stadt Braunschweig Arnold Schönbergs Streichsextett „Verklärte Nacht“ und ein Streichquartett von Erwin Schulhoff. Dieses Werk des Prager Komponisten, der als Jude und überzeugter Kommunist – er hat sogar das Kommunistische Manifest vertont! – 1942 im Internierungslager auf der Wülzburg bei Weißenburg/Bayern an den Folgen von Unterernährung, Erschöpfung und Krankheit starb, erinnerte mich sehr an Dvořák und war für mich eine echte Neuentdeckung. Zwischen beiden Musikstücken las Annagerlinde Dodenhoff eine Erzählung von Isaac B. Singer.
