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23. Januar 2008

Film: Krieg und Frieden

Nach 10 Minuten Glotzen war mir sonnenklar, dass die Fernsehfassung von “Krieg und Frieden” den Roman von Tolstoj auf das Format einer (ZDF-)Schmonzette flachschrumpft und damit zu den Dingen gehört, die die Welt nicht braucht – da hat’s denn auch ganz schön Verrisse gehagelt. Wer mal eine andere Natascha als Audrey Hepburn, einen anderen Fürsten Bolkonskij als Mel Ferrer, einen anderen Pierre als Henry Fonda sehen möchte, sollte sich die russische Verfilmung von Sergej Bondartschuk von 1965-67 anschauen. weiter…

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13. Januar 2008

Film: The Heiress

Am 30. Dezember sah ich William Wyler’s “The Heiress” (1949), eine Verfilmung des Romans “Washington Square” von Henry James (1881). Der Film lief in der Reihe “Frauen und Kino” des Braunschweiger Filmfestvereins im Kleinen Haus des Staatstheaters. Ich musste mich etwas aufraffen, abends noch mal weg zu gehen, aber: Es hat sich sehr gelohnt, I was deeply impressed! Hatte den Eindruck, dass einige Zuschauer den Film unterhaltsam-romantisch bis kitschig oder gar altmodisch-lächerlich fanden. Das mag einerseits – die Geschichte spielt in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts – der historischen Kulisse samt Kostümen á la “Vom Winde verweht” geschuldet sein, andererseit dem emphatischen Spiel der großartigen Olivia de Havilland und dem Umstand, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt. Aber all das täuscht: weiter…

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20. November 2007

Film: Hanna Schygulla

Eine Lesung von Peter Bieri alias Pascal Mercier in der Buchhandlung Graff und “Der Eulenspiegeltänzer”, das neue Stück des Theaters Zeitraum von Gilbert Holzgang, über den Tänzer Waclaw Nijinsky, waren meine kulturellen Highlights der letzten Woche. Aber ich merke, dass meine Gedanken immer wieder zurückkehren zu Hanna Schygulla, die auf dem 21. Internationalen Filmfest Braunschweig mit dem neuen Preis “Europa” geehrt wurde. (2008 wird ihn Bruno Ganz erhalten.) Im Allgemeinen mache ich mir nichts aus Begegnungen mit VIPS und Promis, aber…
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Thema: Alle Beiträge, Film |

13. November 2007

Film: 21. Internationales Filmfest Braunschweig

England, Frankreich, Italien und Spanien, Kanada, Israel, China und Sibirien: Dort überall war ich in der letzten Woche. Wie ich das hingekriegt habe? Ganz einfach: mit einer Dauerkarte für das 21. Internationale Filmfest Braunschweig – das Highlight des Jahres! Einmal mehr weiß ich, warum das Medium Film (neben der Literatur) für mich immer wichtiger wird: weil ich Geschichten von Menschen sehen will, weiter…

Thema: Alle Beiträge, Film |

4. August 2007

Film: Ingmar Bergmann

Gestern abend auf ARTE ein großartiges Portrait Ingmar Bergmanns gesehen, ein Gespräch mit dem finnischen Filmemacher Jörn Dorner, völlig unspektakulär und sehr aufrichtig. Hier einiges davon in meinen Worten wiedergegeben:

Ihn habe eigentlich sein Leben lang nur eine Frage beschäftigt:

“Wer bin ich? Woher komme ich? Warum bin ich der, der ich bin?”
“Und, weißt Du es?”
“Nein. Eigentlich kann ich nur sagen, ich weiß immer weniger, wer ich bin.”

Seine Kindheit sei ihm ganz nahe, eine nie versiegende Quelle seiner Inspiration. Seine Eltern seien keine schlechten Menschen gewesen, hätten – mit den besten Absichten – lediglich die falsche Erziehung praktiziert. Es habe aber auch viel Freude, Fröhlichkeit in seinem Elternhaus gegeben, Musik und Theater, sie hätten es gut gehabt. weiter…

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